KYUDO IN DETMOLD >>---弓道---> 20 Jahre japanisches Bogenschießen im Polizei-SV-Lippe
弓道 Übersicht - aktualisiert: 02.12.2018  
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Enteki - Schießen auf weite Entfernung
Enteki, das Schießen auf eine Scheibe mit einem Durchmesser von 100 cm bei einer Entfernung von 60 Metern, stellt den Kyudoka zunächst vor völlig neue Aufgaben.

Bleiben bisher beim waagerechten Abschuss auf das Ko-Mato (36 cm, 28 m weit entfernt und 27 cm mit dem Mato-Mittelpunkt über dem Boden) die 3 Kreuze klar erkennbar erhalten, muss der Pfeil leicht höher angestellt werden (man schießt also "bergauf"). Das führt zu einer Veränderung der Schulterlinie. Dazu "knickt" der Kyudoka in der fixierten Hüfte so etwas nach rechts ab, dass die Schulterlinie in Richtung Ziel sich anhebt.

Um zu dieser Position zu kommen, sind zwei Verfahren gebräuchlich:

1) vor Erreichen des vollen Auszuges bereits leicht "abkippen" - oder

2) nach Erreichen des vollen Auszuges den Oberkörper leicht "abkippen".
   Video - bei 3:40/5:00: https://www.youtube.com/watch?v=GZyOKOHJC8c

Das zweite Verfahren ist besonders geeignet, weil das Ziel nach dem vollen Auszug noch zu sehen ist. - Das ist vor dem Hintergrund sinnvoll, dass man ja früher mit dem Bogen den noch weit entfernten Gegner treffen wollte. Dazu musste man ihn aber bis kurz vor dem Schuss auch sehen können. -
Ich selbst lasse das Mato beim Abkippen "am linken Bogenrand senkrecht nach unten laufen", bis es hinter der Bogenhand verschwindet. Dadurch, dass beide Augen geöffnet sind, erscheint hinter der Bogenhand in diesem "Mischbild" das Mato auf dem Handrücken.

Die Position des Mato ist in der Höhe von der Bogenstärke, dem Pfeilgewicht und der kraftvollen Abschusstechnik des Schützen abhängig.

Als Hilfe zur Ermittlung der richtigen Höhe können die Fingerknochen der Bogenhand dienen.

1) Vorgehen zur Ermittlung der korrekten Höhe:

Mit Einweisung durch einen zweiten Schützen zieht der Kyudoka den Bogen (wie auf das Ko-Mato) waagerecht aus und kippt dann soweit mit der Schulterlinie, dass das Mato am linken Bogenrand soweit nach unten läuft, bis es auf der Höhe des Knöchels des Mittelfingers (oder darunter) angekommen ist. Jetzt wird in dieser Weise ohne Veränderung des Zielpunktes wiederholt geschossen, bis die Pfeile in etwa auf 60 Metern gruppiert ankommen.

Das Ergebnis sieht dann ggf. so aus:

Zu erkennen ist, dass hier alle Pfeile knapp vor dem Mato angekommen sind. (Es ist immer günstiger, mit etwas zu kurzen Schüssen zu beginnen, als weit hinter der Scheibe seine Pfeile einsammeln zu müssen. Vorsicht: Zu kurz geschossene Pfeile können beim Herangehen an die Scheibe beschädigt werden!)

2) Nach entsprechender Korrektur der Höhe kann dann das Ergebnis in einem weiteren Versuch so aussehen:
Hier stimmt die Seite, die Höhe ist "noch korrekturfähig"...

Als kleine Hilfe für den "Enteki-Anfänger" hat sich eine mit einem Stift auf dem linken Handrücken angebrachte Markierung bewährt. Es fällt schwer, zu Beginn die Seite und Höhe durch das Mischbild festzulegen. Der Punkt auf dem Handrücken kann dann (nur beim Üben) dazu genutzt werden, als Zielhilfe auf das Mato, leicht neben oder über das Mato... gehalten zu werden.

Nach schon 50 Übungsschüssen hat sich der Schütze an den Umriss seiner Bogenhand vor dem Mato "gewöhnt". Dann ist so ein Hilfspunkt nicht mehr nötig. Unter Umständen ist dann auch das erste Verfahren möglich.

Das O-Mato mit 100 cm erscheint auf 60 Meter Entfernung erkennbar größer als das Ko-Mato mit 27 cm auf 28 Meter. Das kann den Kyudoka, der mit dem Enteki-Schießen beginnt, in trügerischer Sicherheit wiegen: "Das ist ja deutlich größer!" und der Schütze arbeitet fahrlässig. Wenn man aber genauso korrekt - mit entsprechend langem Nobiai - wie auf 28 Meter schießt, trifft man auch!

Ds oben genannte Video (https://www.youtube.com/watch?v=GZyOKOHJC8c) zeigt Ishiyama-Sensei (9. Dan Hanshi) bei der Demonstration des Schießens auf weite Entfernung. Zu beachten ist auch das andere Setzen der Füße bei der Bewegung von der Honza zur Shai, weil das weite Schießen ja im Gelände im Gefecht auf unebenem Boden durchgeführt wurde.

Viel Erfolg!



弓道 WAS IST KYÛDÔ?  
  „Kyû-dô“ bedeutet „Bogen-Weg“ und bezeichnet die traditionelle, sehr ritualisierte Art des japanischen Bogenschießens mit dem langen Bambusbogen. –
Als Einführung zu empfehlen -> de.wikipedia.org/wiki/Kyūdō
Unsere Internetpräsenz ist einfach, aber aktuell - siehe links oben...
Japanisch lernen: https://www.nhk.or.jp/lesson/english/
 
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  Der PSV Lippe ist Mitglied im SV Dt (Sportverband Detmold), KSB und LSB. PSV-Kyûdôka sind Mitglieder im Deutschen Kyûdôbund (DKyuB), der Dachverband ist der DJB (Deutscher Judo Bund) und DOSB (Deutscher olympischer Sportbund). Auf internationaler Ebene ist der DKyuB Mitglied der EKF (European Kyûdô Federation) und der IKYF (International Kyûdô Federation). Alle Regelungen entsprechen damit der ANKF (japanische Kyûdô-Organisation): weltweit gleiche Prüfungsinhalte und anerkannte Graduierungen. - http://www.kyudo.jp/ - http://www.ikyf.org/ - www.dkyb.de